Mein Rad-Setup für den 70.3: Rose Xlite Four, Van Rysel D100 und ROUVY
Ein Carbon-Rennrad, ein günstiger Direct-Drive-Trainer und eine App mit echten Strecken: So sieht mein Radtraining für die Mitteldistanz aus.
Für den IRONMAN 70.3 in Duisburg muss ich 90 Kilometer Rad fahren, und zwar so, dass danach noch ein Halbmarathon drin ist. Mein Setup dafür ist bewusst schlicht: ein Rennrad, eine smarte Rolle und eine Trainings-App. Im Winter fahre ich fast nur drinnen, ab dem Frühjahr wieder draußen.
Das Rad: Rose Xlite Four
Mein Rennrad ist ein Rose Xlite Four. Rose ist ein Versender aus Bocholt, also fast um die Ecke vom Niederrhein. Die Xlite-Reihe ist Roses leichtes Carbon-Rennrad mit sportlicher Sitzposition. Für den Triathlon ist das ein guter Kompromiss: kein reines Zeitfahrrad, aber schnell genug. Ich kann es außerdem auch für lange Ausfahrten am Wochenende nutzen.
Was sich für den Triathlon am Rennrad anbietet:
- Aufsatzlenker (Clip-on): Eine aerodynamischere Position bringt auf 90 km mehr als fast jedes andere Bauteil.
- Bikefitting: Die Position auf dem Aufsatz muss so sein, dass ich danach noch laufen kann.
- Verpflegung am Rad: Zwei Flaschenhalter und ein kleiner Behälter auf dem Oberrohr für Gels.
Das Rad gibt es direkt bei Rose, nicht über Amazon.
Die Rolle: Van Rysel D100
Im Winter steht das Rad auf einem Van Rysel D100. Das ist der Direct-Drive-Trainer von Decathlon: Das Hinterrad kommt raus, das Rad sitzt direkt auf der Kassette des Trainers. Das schont den Reifen und ist leiser als eine Rolle, die gegen das Hinterrad drückt.
| Eigenschaft | Van Rysel D100 |
|---|---|
| Bauart | Direct Drive, klappbar |
| Max. Leistung | 600 Watt |
| Max. simulierte Steigung | 6 % |
| Genauigkeit (Hersteller) | ±5 % |
| Schwungmasse | 3,2 kg |
| Besonderheit | Zwift Cog & Click je nach Paket vorinstalliert |
Angaben laut TOUR und BikeRadar.
Was gut passt: Für Grundlagen, Sweetspot und Schwellenintervalle, also genau das, was man für eine Mitteldistanz braucht, reicht der D100 völlig. Im Test von BikeRadar lagen die Wattwerte meist innerhalb von etwa 3 % eines Referenz-Powermeters. Für den Preis ist das stark.
Die Grenzen: Mehr als 600 Watt kann er nicht. Für Sprinter ist das ein Problem, für Triathleten selten. Außerdem simuliert er maximal 6 % Steigung. Bei steilen virtuellen Anstiegen fühlt sich das also flacher an als in echt. Wer viel Rennen auf Zwift fährt oder bergige Strecken simulieren will, sollte eine Klasse höher schauen.
Den D100 gibt es bei Decathlon.
Die App: ROUVY
Statt Zwift nutze ich ROUVY. Der größte Unterschied: ROUVY zeigt echte Strecken als Video, also Alpenpässe, Küstenstraßen und bekannte Triathlon-Radstrecken. Zwift zeigt eine Spielwelt. Gerade bei langen, gleichmäßigen Einheiten hilft das gegen Langeweile.
Was ich in ROUVY mache:
- FTP-Test: Ein Rampentest legt meine Leistungszonen fest. Die Zonen übernehme ich auch in meinen Trainingsplan.
- Strukturierte Workouts: Intervalle mit festen Wattvorgaben. Die Rolle regelt den Widerstand automatisch.
- Lange Grundlagenfahrten auf echten Strecken, wenn draußen Regen und Dunkelheit herrschen.
Fazit
Kein Profi-Material, aber ein Setup, das funktioniert: ein vielseitiges Carbon-Rennrad, ein günstiger Direct-Drive-Trainer mit ehrlichen Grenzen und eine App, die lange Wintereinheiten erträglich macht. Was man außer der Rolle noch für das Indoor-Training braucht, steht in Indoor-Radtraining im Winter.